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Auf dem Weg aus der Krise: Außenminister Maas zu Gast in Athen

BM Maas Griechenland

Außenminister Heiko Maas wird von seinem griechischen Amtskollegen Nikos Kotzias begrüßt, © Felix Zahn/photothek.net

20.09.2018 - Artikel

Außenminister Heiko Maas zeigt sich in Athen zuversichtlich über die wirtschaftliche Entwicklung und die Versöhnung mit der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien.

Außenminister Heiko Maas beim Gespräch mit dem griechischen Präsidenten Prokopis Pavlopoulos.
Außenminister Heiko Maas beim Gespräch mit dem griechischen Präsidenten Prokopis Pavlopoulos.© Felix Zahn/photothek.net

Außenminister Maas traf heute zu Gesprächen in Athen für eine weitere Vertiefung der deutsch-griechischen Zusammenarbeit ein, die sich in der Wirtschafts- und Finanzkrise bewährt hat.

Er traf mit dem griechischen Präsidenten Pavlopoulos und Außenminister Kotzias zusammen. Maas sagte, die Finanzkrise habe große Lasten über Griechenland und seine Menschen gebracht und die griechische Bevölkerung habe sehr viel Energie aufgebracht, um die Situation zu bewältigen. Dafür spreche er ihr seinen höchsten Respekt aus.

Enge Partnerschaft zwischen Deutschland und Griechenland

Die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern ist eng und vielfältig. Dies zeigen allein die Zahlen:

Außenminister Heiko Maas mit seinem griechischen Amtskollegen Nikos Kotzias.
Außenminister Heiko Maas mit seinem griechischen Amtskollegen Nikos Kotzias.© www.mfa.gr

Deutschland ist der wichtigste Handelspartner Griechenlands, und aus Deutschland kommen auch die meisten Touristen nach Griechenland.

Diese engen Beziehungen wollen Deutschland und Griechenland weiter vertiefen. Beispielsweise wurde 2017 eine Vereinbarung zur Errichtung des deutsch-griechischen Jugendwerkes bis 2019 unterzeichnet, welches junge Deutsche und Griechen zusammenzubringen soll.

Auch der Austausch zu bestimmten Themen konnte in den letzten Jahren gestärkt werden. Dies zeigt schon die laufende Woche: Am 20. September findet der dritte deutsch-griechische Migrationsdialog statt und am 21. September die zweite Runde politischer Konsultationen auf Ebene der Staatssekretäre.

Außenminister Maas würdigte die enge Zusammenarbeit:

Ich freue mich sehr, dass wir unsere bilateralen Beziehungen entscheidend gestärkt haben.
Im Rückblick kann man glaube ich sagen: Deutschland und Griechenland sind sich wieder sehr viel näher gekommen.

Einigung in der Namensfrage mit der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien

Außenminister Heiko Maas mit seinem griechischen Amtskollegen Nikos Kotzias.
Außenminister Heiko Maas mit seinem griechischen Amtskollegen Nikos Kotzias.© Felix Zahn/photothek.net

Außenminister Maas hob in Athen hervor, die Vereinbarung zur Beilegung der Namensfrage zwischen Griechenland und der ejR Mazedonien sei eine historische Chance. Sie könne zur Versöhnung zwischen beiden Ländern beitragen und die Region stabiler machen. Die Einigung, über welche die Bürgerinnen und Bürger der ejR Mazedonien am 30.9. in einem Referendum abstimmen und nach welchem die ejR Mazedonien künftig „Nordmazedonien“ heißen würde, war zuletzt auch immer wieder Gegenstand innenpolitischer Auseinandersetzungen in Griechenland. Außenminister Maas würdigte den griechischen Einsatz für die Einigung.

Wirtschaftliche Entwicklung

Am 20. August wurde das seit 2015 laufende dritte Anpassungsprogramm des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) für Griechenland abgeschlossen. Für das Land ist das ein wichtiger Schritt aus der Krise.

Außenminister Maas unterstrich seine Zuversicht für die weitere Entwicklung:

Wir sind optimistisch, dass die griechische Wirtschaft weiter an Fahrt gewinnt und dass dieser Aufschwung schnell und in voller Stärke bei den Menschen ankommt.
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