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Ewald von Kleist-Preis an Alexis Tsipras und Zoran Zaev verliehen

Kleist Award Ceremony

Heiko Maas (Federal Minister of Foreign Affairs, Federal Republic of Germany), Zoran Zaev (Prime Minister, Republic of North Macedonia), Alexis Tsipras (Prime Minister, Hellenic Republic), Markus Söder (Minister President, Freestate of Bavaria), and Wolfgang Ischinger (Ambassador, Chairman of the Munich Security Conference), © MSC / Kuhlmann

16.02.2019 - Artikel

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2019 wurden der griechische Premierminister Alexis Tsipras und der nordmazedonische Premierminister Zoran Zaev für ihre erfolgreichen Verdienste mit dem diesjährigen Ewald von Kleist-Preis ausgezeichnet.

„History is not written by those who fear and balk in front of challenges. It is written by those who dare to bring changes and stand on the right side of history,“ sagte der griechische Premierminister Alexis Tsipras am Samstagabend in München. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2019 wurden er und der nordmazedonische Premierminister Zoran Zaev für ihre erfolgreichen Verdienste mit dem diesjährigen Ewald von Kleist-Preis ausgezeichnet.

Alexis Tsipras (Prime Minister, Hellenic Republic) during the reception of the Kleist Award.
Alexis Tsipras (Prime Minister, Hellenic Republic) during the reception of the Kleist Award.© MSC / Kuhlmann

Der griechische Premierminister Alexis Tsipras und sein nordmazedonischer Amtskollege Zoran Zaev sind bei der 55. Münchner Sicherheitskonferenz mit dem Ewald-von-Kleist-Preis ausgezeichnet worden. Beide Premierminister wurden am Samstagabend für ihre erfolgreichen diplomatischen Bemühungen um die Beilegung des jahrelangen Namensstreits zwischen den beiden Ländern geehrt.

Griechenland und Nordmazedonien haben im vergangenen Jahr eine Vereinbarung („Prespa-Abkommen“) zur Beilegung des seit gut einem Vierteljahrhundert andauernden Namestreits unterzeichnet. Demnach nennt sich die ehemalige jugoslawische Teilrepublik künftig Nordmazedonien. Im Gegenzug hat Griechenland die Aufnahme des Nachbarn in die NATO und EU offiziell unterstützt.

Die beiden Politiker betonten in ihren Ansprachen, dass es gerade in sicherheitspolitisch unruhigen Zeiten darauf ankäme, Vorurteile zu überwinden und sich aufeinander zuzubewegen: „Both Alexis and I are aware that we have put our political careers at risk by concluding the Prespa agreement,“ sagte Zoran Zaev bei der Zeremonie in der Münchner Residenz.

„Leadership is a matter of creating opportunities for the generations to come towards a prosperous future. History must not be written by those who invest in fear and division. It should be written by those who have the courage and strategic vision to rise to the occasion,“ so Alexis Tsipras auf der Münchner Sicherheitskonferenz.

Zoran Zaev (Prime Minister, Republic of North Macedonia) during the reception of the Kleist Award.
Zoran Zaev (Prime Minister, Republic of North Macedonia) during the reception of the Kleist Award.© MSC /Kuhlmann

Der nordmazedonische Premierminister Zaev betonte den gemeinsamen Wertekanon, den sein Land mit Griechenland teilt und zeigte sich optimistisch mit Blick auf die zukünftige politische Zusammenarbeit in Südosteuropa. Beide Regierungschefs waren sich einig, dass das Prespa-Abkommen ein Muster dafür sei, wie politische Streitigkeiten dieser Art überwunden werden können.

Für Bundesaußenminister Heiko Maas, der die Laudatio anlässlich der Preisverleihung hielt, geht mit dem Prespa-Abkommen ein Konflikt zu Ende, der von lange anhaltenden gegenseitigen Irritationen und Provokationen geprägt war. Er würdigte die Leistung der beiden Preisträger vor allem mit Blick auf ihre europäische Dimension: „Sie haben den Weg des Kompromisses und Respekts gewählt, des Friedens und der regionalen Stabilität, und im Wesentlichen den europäischen Weg.“

Die Bevölkerung beider Staaten werden schon in den nächsten Monaten die Vorteile dieser neuen Zusammenarbeit zu spüren bekommen – das hoben sowohl der nordmazedonische Premierminister Zaev als auch Griechenlands Premierminister Tsipras hervor. Beide Staatsmänner bekräftigten, dass der Namenskompromiss langfristig gesehen ihren Ländern mehr Sicherheit, Stabilität und Wohlstand einbringe.

„You have set an example for reconciliation for the region, for Europe and for the rest of the world. Together, you have opened a new chapter in European history and I count on the whole region to build on this historic achievement,“ lobte der MSC-Vorsitzende Wolfgang Ischinger die Bemühungen der beiden Premierminister.

Video: Preisverleihung des Ewald von Kleist-Preis am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz 2019

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