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Europäische Hilfsaktion: Weitere Kinder aus Griechenland in Deutschland angekommen

Medizinisch behandlungsbedürftige Kinder aus Griechenland sind mit ihren Kernfamilien am Flughafen Kassel-Calden eingetroffen.

Medizinisch behandlungsbedürftige Kinder aus Griechenland sind mit ihren Kernfamilien am Flughafen Kassel-Calden eingetroffen, © dpa

24.07.2020 - Pressemitteilung

Innenminister Seehofer hatte entschieden, insgesamt 243 medizinisch behandlungsbedürftige Kinder aus Griechenland im Rahmen einer europäischen Hilfsaktion zu übernehmen.

Heute Vormittag sind 18 behandlungsbedürftige Kinder mit ihren Kernfamilien am Flughafen Kassel-Calden (Hessen) eingetroffen. Bundesinnenminister Seehofer hatte nach Abstimmung innerhalb der Bundesregierung entschieden, insgesamt 243 medizinisch behandlungsbedürftige Kinder aus Griechenland im Rahmen einer europäischen Hilfsaktion zu übernehmen.

Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Horst Seehofer:

Ordnung und Humanität gehören für mich in der Migrationspolitik eng zusammen. Wir können heute mit großer Akzeptanz in der Bevölkerung 243 medizinisch behandlungsbedürftige Kinder aus Griechenland übernehmen, weil unsere Migrationspolitik wieder im Gleichgewicht ist. Gleichzeitig zeigen wir Solidarität gegenüber Griechenland. Auf dem schwierigen Weg zu einer gemeinsamen europäischen Asylpolitik ist die Solidarität mit den Staaten an der Außengrenze unverzichtbar.

Insgesamt kamen heute 83 Personen am Flughafen Kassel-Calden an, darunter 54 Personen aus Afghanistan, 8 Personen aus Irak, 7 Personen aus Syrien, 8 Personen aus den Palästinensischen Gebieten und 6 Personen aus Somalia. Es handelt sich um 18 Familien, darunter 18 medizinisch behandlungsbedürftige Kinder (davon 8 im Alter von 0 bis 6 Jahren, 9 im Alter von 7 bis 13 Jahren und ein 15-Jähriger), 32 begleitende Erwachsene und 33 begleitende Geschwisterkinder (davon 13 im Alter von 0 bis 6 Jahren, 12 im Alter von 7 bis 13 Jahren und 8 im Alter von 14 bis 17 Jahren). Die Familiengrößen variieren zwischen 2 und 8 Personen. Unter den 83 Personen befinden sich 2 Familien mit einem alleinerziehenden Elternteil sowie ein unbegleitetes Geschwisterpaar.

Die Verteilung der in diesem Transfer angekommenen 83 Personen erfolgt in 9 Bundesländer (Niedersachsen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Bremen, Baden-Württemberg, Hamburg und Berlin). Die Verteilung erfolgt auf Grundlage eines gemeinsamen Bund-Länder-Konzepts in Abstimmung mit allen Ländern. Dabei werden auch weitere Kriterien, etwa familiäre Bindungen und besondere medizinische Bedarfe, berücksichtigt.

www.bmi.bund.de

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