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Außenminister Heiko Maas zur Hagia Sophia

Außenminister Heiko Maas zur Hagia Sophia

Außenminister Heiko Maas zur Hagia Sophia, © Thomas Imo/photothek.net

25.07.2020 - Pressemitteilung

Außenminister Heiko Maas sagte gegenüber der Rheinischen Post zur Hagia Sophia: „Wir brauchen einen vernünftigen Dialog zwischen der Türkei und der Europäischen Union. Die Entscheidung der Türkei zur Hagia Sophia war dafür sicher nicht sehr hilfreich.“


Die Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee ist kein Beitrag zur Völkerverständigung. Es ist eine Entscheidung, die wir nicht nachvollziehen können, da der Weltkulturerbe-Status dieses einzigartigen Gebäudes eine Bedeutung weit über die Türkei hinaus hat. Wir brauchen einen vernünftigen Dialog zwischen der Türkei und der Europäischen Union. Die Entscheidung der Türkei zur Hagia Sophia war dafür sicher nicht sehr hilfreich. Selbst ohne diesen zusätzlichen Konflikt um ein Weltkulturerbe gibt es im Moment einige Punkte zwischen der EU und der Türkei, die einen nach vorne gerichteten Dialog behindern. So müssen auch andere Streitpunkte wie etwa Erdgasbohrungen der Türkei vor Kreta und vor Zypern gelöst werden.

Die UNESCO wird entscheiden, welchen Einfluss die Maßnahmen der Türkei auf den Weltkulturerbe-Status haben. Ich hoffe aber, dass sich die Dinge in der nächsten Zeit so entwickeln, dass nicht noch dieser Status der Hagia Sophia gefährdet wird.

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