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Staatsangehörigkeit

Staatsangehörigkeitsausweis

Staatsangehörigkeitsausweis, © Ute Grabowsky / photothek.net

Artikel

Allgemeine Hinweise

Deutsche Staatsangehörige, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Inland haben, wenden sich mit Fragen zur Staatsangehörigkeit bitte an die für ihren Wohnort zuständige Staatsangehörigkeitsbehörde.

Deutsche Staatsangehörige, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland haben, können sich an die für ihren Wohnort zuständige deutsche Auslandsvertretung wenden.

Häufig gestellte Fragen zum Staatsangehörigkeitsrecht

Erwerb durch Abstammung

Ein Kind erwirbt mit der Geburt die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn zumindest ein Elternteil die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt (Abstammungsprinzip). Dabei ist unerheblich, ob das Kind im In- oder Ausland geboren wird (§ 4 StAG).

Zum Erwerb der Staatsangehörigkeit muss dabei allerdings die Abstammung nach deutschem Recht feststehen. In der Regel gelten auch im deutschen Rechtsbereich diejenigen Personen als Vater und Mutter, die in der griechischen Geburtsurkunde eingetragen sind.

Nichterwerb der deutschen Staatsangehörigkeit für im Ausland geborene Kinder deutscher Eltern (§ 4 Abs. 4 Satz 1 i.V.m. Satz 3 Staatsangehörigkeitsgesetz)

Eine Neuerung hinsichtlich des Abstammungsprinzips wurde mit dem am 01. Januar 2000 in Kraft getretenen StAG eingeführt. Die deutsche Staatsangehörigkeit wird nicht mehr automatisch durch Abstammung erworben, wenn die Geburt des Kindes im Ausland erfolgt und der deutsche Elternteil nach dem 31. Dezember 1999 selbst im Ausland geboren wurde und dort seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, es sei denn, das Kind würde sonst staatenlos (§ 4 Abs. 4 StAG).

Das RuStAG ist in der jeweils geltenden Fassung weiterhin anzuwenden, wenn das staatsangehörigkeitsrechtlich relevante Ereignis (z.B. die Geburt) vor dem 1. Januar 2000 stattgefunden hat.

Damit ein Kind eines nach dem 31. Dezember 1999 im Ausland geborenen deutschen Elternteils die deutsche Staatsangehörigkeit erwirbt, wird es zukünftig erforderlich sein, dass der deutsche Elternteil die Geburt dieses Kindes binnen Jahresfrist bei der zuständigen Auslandsvertretung anzeigt.

Weitere Informationen zur Nachbeurkundung einer im Ausland erfolgten Geburt erhalten Sie hier.

Einbürgerung

Möglichkeit der Einbürgerung für Kinder deutscher Eltern, die nicht durch Geburt die deutsche Staatsangehörigkeit erworben haben

Für folgende Personengruppen besteht die Möglichkeit einer erleichterten Einbürgerung gemäß § 14 Staatsangehörigkeitsgesetz:

  • unehelich geborene Kinder deutscher Väter, welche vor dem 01.07.1993 geboren wurden.

  • ehelich geborene Kinder deutscher Mütter, welche vor dem 01.01.1975 geboren wurden.

Sollten Sie zu einer dieser beiden Gruppen gehören und im Ausland leben, können Sie einen Antrag auf Einbürgerung bei der für ihren Wohnsitz zuständigen Auslandsvertretung stellen. Diese sendet den Antrag dann zur weiteren Bearbeitung an das Bundesverwaltungsamt in Köln. Allerdings müssen für die Einbürgerung enge Voraussetzungen erfüllt werden. Bitte beachten Sie vor der Antragstellung daher genau die Hinweise zu Voraussetzungen, erforderlichen Unterlagen und Gebühren auf der Webseite des Bundesverwaltungsamts.

Beibehaltung

Mehr­fa­che Staats­bür­ger­schaft ist in vie­len Fäl­len mög­lich.

Lässt ein Deut­scher sich in ei­nem an­de­ren Staat ein­bür­gern, ver­liert er sei­ne deut­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit. Das kön­nen Sie nur ver­hin­dern, wenn Sie vor der Ein­bür­ge­rung ei­ne Bei­be­hal­tungs­ge­neh­mi­gung er­hal­ten ha­ben. Da­her soll­te der Bei­be­hal­tungs­an­trag im­mer zu­erst ge­stellt wer­den, al­so noch vor dem Ein­bür­ge­rungs­an­trag in dem je­wei­li­gen an­de­ren Staat.

Ei­ne Aus­nah­me gilt für Deut­sche, die sich in ei­nem EU-Staat oder in der Schweiz ein­bür­gern las­sen: In die­sen Fäl­len geht die deut­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit nicht ver­lo­ren, ei­ne Bei­be­hal­tungs­ge­neh­mi­gung ist da­her nicht er­for­der­lich (Rechts­la­ge ab dem 28.08.2007).

Staatsangehörigkeitsausweis

Das Bun­des­ver­wal­tungs­amt ist Staats­an­ge­hö­rig­keits­be­hör­de für An­trag­stel­ler, die im Aus­land le­ben.

Den An­trag stel­len Per­so­nen, bei de­nen aus his­to­ri­schen oder per­sön­li­chen Grün­den zwei­fel­haft ist, ob sie noch deut­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge sind.

Die deut­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit des An­trag­stel­lers ist durch ent­spre­chen­de Un­ter­la­gen nach­zu­wei­sen (z. B. Per­so­nen­stand­sur­kun­den, Ein­bür­ge­rungs­ur­kun­de, Wohn­sitz­nach­wei­se u. ä.). Im po­si­ti­ven Fal­le wird ein Staats­an­ge­hö­rig­keits­aus­weis aus­ge­stellt.

Wei­te­re Hin­wei­se fin­den hier.


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